Homepage aikido-meilen.ch qigong-meilen.ch


 



 



 

Seit 2005 gibt es in Rapperswil-Jona Aikidokurse für Erwachsene. Eltern, die selber Aikido praktizieren, äusserten den Wunsch nach einem Aikidolehrgang für Kinder. So startete ich im gleichen Jahr mit einem ersten Kinderkurs. Aktuell gibt es zwei nach Alter abgestufte und fortlaufende Kurse für Kinder und Jugendliche.

Im Aikido lernen die Kinder eine Selbstverteidigungstechnik. Sie lernen aber noch vieles mehr. Sie stärken ihr Selbstvertrauen und gewinnen mehr Selbstsicherheit. Dadurch werden sie weniger Opfer anderer Kinder oder haben weniger das Bedürfnis, andere Kinder zu beherrschen. Sie verbessern ihre Konzentrationsfähigkeit. Dies fördert ihre schulischen Leistungen. Da in der Gruppe Mädchen und Knaben unterschiedlichen Alters gemeinsam trainieren, üben sie den Umgang mit jüngeren und älteren, mit Mädchen und Knaben, respektvoll und mit Achtung. Sie trainieren auch mit dem Aikidolehrer oder der Aikidolehrerin. Diese auf die Matten zu werfen, ist für die Schüler ein eindrucksvolles Erlebnis und ein besonderer Genuss. Sie kommen in Kontakt mit den Prinzipien des Zentrierens, der Kraft aus dem Bauch, des Erdens, des Ganz-Locker-Sein und des Miteinander-Bewegen und nicht gegeneinander. Die zur Lektion dazugehörenden Rituale, wie der meditative Fersensitz am Anfang und Ende der Lektion, der die Kinder zur eigenen Mitte und zum Ankommen im Training führt, praktizieren sie mit grosser Vertrautheit. Im Weiteren trainieren sie geschickt abzurollen und zu fallen.

Im Aikido liegt auch eine spirituelle Dimension und das Erspüren von Ganzheit. Für das Kindertraining wäre die bewusste Auseinandersetzung mit dieser Ebene jedoch verfrüht. Die Kinder lernen über Bewegung. Mit Bewegung entdecken sie die Welt. Es besteht ein enger Zusammenhang zwischen körperlicher und geistig-seelischer Entwicklung. Speziell am Aikido ist, dass es eine friedfertige Kampftechnik ohne Gewalt ist. Dies gilt natürlich auch für das Kindertraining. Es gibt kein Schlagen und kein Treten. Es finden keine Wettkämpfe oder Turniere statt. Was mehr zählt, ist die richtige Ausführung und das Bemühen an sich. Die Kinder machen freiwillige Gradierungen, die sie schätzen, da sie sich messen können, und die ihnen anzeigen, wo sie auf ihrem Aikidoweg stehen. Die Unterrichtsstunde wird mit Spielen abgerundet, bei denen die Schüler ihren Bewegungen freien Lauf lassen können, im Gegensatz zur vorgegebenen und zielgerichteten Bewegung der Aikidotechnik.

© 2017 Roger Meyer 

Einführungs-kurs